In großen, industriellen Bäckereien wird nicht mit einem Mixer oder Quirl gearbeitet. Hier kommt höchst fein abgestimmte Dosiertechnik zum Einsatz, um die vielen leckeren Plätzchen, Stollen und alles, was auf den Weihnachtstisch gehört, herstellen zu können. Hier wird Mehl nicht aus Päckchen genommen, sondern aus einem Silo in den Produktionsablauf eingebracht. Auch die Eier stammen nicht aus einem 10er Päckchen, wie man es aus dem privaten Haushalt kennt. Bei diesen Dimensionen ist die Dosiertechnik das einzige Mittel, um effizient und günstig produzieren zu können.

Mit der Hilfe feinster Wiegetechnik werden alle Backzutaten in riesige Teigschüsseln abgewogen. Backtriebmittel, Nüsse, Flüssigkeiten und alles, was je nach Rezept und Zubereitungsmethode benötigt wird, kommt so zusammen. Auch aufwendigere Teige, wie ein Hefeteig für einen Christstollen, für den Zitronat, Orangeat und Rosinen und eine Marzipanfüllung gebraucht werden, kann auf diese Weise hergestellt werden. Die Dosiertechnik spielt hier mit weiteren Verarbeitungstechnologien zusammen. Der Hefeteig muss gehen und ruhen, bevor er zum Stollen weiter verarbeitet werden kann. Auch das Portionieren des Teiges und das nachfolgende Backen ist Teil des Produktionsablaufes. Sehr stark vereinfacht könnte man sagen, dass „vorne“ an der Maschine die Zutaten hineingegeben werden, und am Ende die fertig verpackten Stollen heraus kommen.

Auch mit den Plätzchen, die man fertig kaufen kann, wird auf diese Weise verfahren. Einzeln ausstechen wird man die zig Tausend einzelnen Plätzchen kaum können, ohne Stundenlöhne in horrender Höhe zahlen zu müssen. Auch hier ist die Dosiertechnik ausschlaggebend dafür, dass der Teig immer gleichbleibend in großer Menge hergestellt werden kann. Andere Geräte aus dem Sondermaschinenbau rollen den Teig aus, stechen die Plätzchen aus. Die Backstraße muss immer am Laufen bleiben, dann arbeitet die Produktion effektiv.

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